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QS-Notfall Projekt

 

„Verbesserung der Notfallversorgung von

Patientinnen und Patienten mit Herzinfarkt in

Berlin und zwei Brandenburger Landkreisen“

 

gefördert durch

 

         FKZ: 01VSF16011

 

Ein Projekt initiiert vom

Berlin-Brandenburger Herzinfarktregister e.V. (B2HIR)

in Kooperation mit

22 am Herzinfarktregister teilnehmenden Berliner Kliniken

Kliniken Nauen und Hennigsdorf aus Brandenburg

Berliner Feuerwehr und Rettungsdiensten aus Havelland und Oberhavel

Institut für Biometrie des Universitätsklinikum Hamburg

und für die Weiterbildungskomponente in Assoziation mit der Ärztekammer Berlin

 

Projektleitung: Dr. med. Birga Maier, MPH

 

Berlin-Brandenburger Herzinfarktregister e.V.

Pfarrstr. 112

10317 Berlin

Tel: 030 - 2199 5480

e-mail: info@herzinfarktregister.de

www.herzinfarktregister.de

 

 

QS-Notfall will …

die Notfallversorgung von Patientinnen und Patienten mit Herzinfarkt in Berlin und in den Brandenburger Landkreisen Havelland und Oberhavel verbessern, in dem die Versorgungszeiten - als Indikator für die Versorgungsqualität und als Surrogatparameter für Mortalität und Morbidität - verkürzt werden sollen.

Warum das QS-Notfall Projekt …

Bei Patientinnen und Patienten mit Infarkt, vor allem bei denjenigen mit ST-Hebungen im EKG (STEMI), spielt die Schnelligkeit der Versorgung eine entscheidende Rolle. Nach Leitlinien sollen STEMI-Patientinnen und Patienten innerhalb von 2 Stunden nach Schmerzbeginn wiedereröffnend behandelt sein. Um diese Versorgungszeit einzuhalten, spielt die Logistik der Versorgungsabläufe und die schnelle Diagnosestellung eine entscheidende Rolle. Wird die Diagnose STEMI vom Notarzt oder der Notärztin (bzw. zukünftig auch vom Rettungsdienstpersonal) beim Patienten schon vor Erreichen der Klinik gestellt, kann sich die Klinik frühzeitig auf die Patientinnen und Patienten vorbereiten und z.B. außerhalb der regulären Dienstzeit das Team des Katheterlabors zusammenrufen, damit die Patientinnen und Patienten nach Erreichen der Klinik umgehend im Katheterlabor wiedereröffnend behandelt werden können. D.h. der Notarzt oder die Notärztin bahnt auch die weitere stationäre Behandlung In einer Pilotstudie (FMC-Studie) konnte das Berlin-Brandenburger Herzinfarktregister zeigen, welchen enormen Beitrag die Notärztinnen und Notärzte für eine rasche Wiedereröffnung des verschlossenen Herzkranzgefäßes bei STEMI Patientinnen und Patienten liefern. Stellte der Notarzt oder die Notärztin die Diagnose STEMI wurden die Patientinnen und Patienten binnen 36 Minuten nach Aufnahme in den Kliniken behandelt. Das traf für 74% der Patientinnen und Patienten zu. In den restlichen 26% war die Diagnose nicht so eindeutig und die Zeit zwischen Klinikaufnahme und Wiedereröffnung betrug im Median 121 Minuten (DÄ Int 2016; 113:497-502). Hier liegt das Verbesserungs-Potential in Präklinik und Klinik, dem wir uns mit dem QSNotfall Projekt widmen.

Zusammengefasst ist …

das QS-Notfall Projekt unseres Wissens das erste Projekt in Berlin und Brandenburg, das zur Qualitätssicherung in der Erstversorgung von Patientinnen und Patienten mit Herzinfarkt Daten der Rettungsdienste mit stationären Daten verknüpft, aus den Ergebnissen der Analysen und in Diskussionen mit allen Beteiligten Interventionen ableitet und umsetzt, und über ein regelmäßiges Linkage der Rettungsdienst- und Klinikdaten wiederum den Erfolg der Interventionen messen will.

QS-Notfall interveniert und wird in den nächsten 3 Jahren …

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungsdienste in EKG Diagnostik weiterbilden.

EKGs vom Rettungsdienst an die im Krankenhaus behandelnden Ärztinnen und Ärzte flächendeckend elektronisch übertragen.

QS-Notfall Projekt baut auf langjährige methodische Erfahrung …

des Berlin-Brandenburger Herzinfarktregister (B2HIR) in Datenerhebung und -auswertung. Methodisch handelt es sich beim QS-Notfall Projekt um eine interventionelle Versorgungsforschungsstudie mit einem "Vorher-Nachher Vergleich“.

Zum Ende des Projekts wird untersucht,

QS-Notfall wird gefördert vom …

Innovationsfonds beim Gemeinsamen Bundesausschuss mit 1,5 Millionen Euro über 3 Jahre vom 1.3.2017 – 29.2.2020.

 

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Folgendes aktuelles Informationsmaterial zum Projekt ist verfügbar: