Berliner Herzinfarktregister e. V.
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Projekt: QS-Notfall

 

 

gefördert durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)

 

 

Das Projekt zur Verbesserung der Notfallversorgung von Herzinfarktpatienten in Berlin und in zwei Brandenburger Landkreisen wird über einen Zeitraum von drei Jahren vom neu aufgelegten und im GKV-Versorgungsstärkungsgesetz verankerten Innovationsfonds mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) mitteilte. Ziel des QS-Notfall Projekts ist es, die Notfallversorgung von Herzinfarktpatienten zu beschleunigen und damit zu verbessern, denn bei der Versorgung von Infarktpatienten zählt jede Minute. Je früher das beim Infarkt verschlossene Herzkranzgefäß wieder eröffnet wird, umso weniger Herzmuskelgewebe geht unwiederbringlich verloren.

Beteiligt am Projekt sind das BHIR (aktuelle Beteiligung von 22 Berliner Kliniken), die Berliner Feuerwehr, die Rettungsdienste der Landkreise Oberhavel und Havelland, die Oberhavel Kliniken GmbH und die Havelland Kliniken GmbH sowie das Institut für Medizinische Biometrie des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf.

Initiator und für das Projekt verantwortlich ist das BHIR, das seit 1999 Daten zur Qualität der stationären Versorgung von Herzinfarktpatienten aus Berliner Kliniken erhebt – und mit seinem regionalen Ansatz in dieser Form bundesweit einzigartig ist. Die TU Berlin hat das BHIR mit gegründet und beherbergt seitdem das Register. Inzwischen gehen die Projektaktivitäten des BHIR über die Berliner Landesgrenzen hinaus – seit 1.1.2017 nehmen vier Brandenburger Kliniken am Register teil und die Umbenennung des Registers in ein Brandenburger und Berliner Herzinfarktregister steht kurz bevor.

In den nächsten drei Jahren werden im Rahmen des Projekts Notärzte und Rettungsdienstmitarbeiter geschult, die zügige elektronische Übertragung der EKGs vom Rettungsdienst an die im Krankenhaus behandelnden Ärzte wird flächendeckend aufgebaut und Konzepte zur Verknüpfung der Datensätze der Rettungsdienste und der Kliniken – selbstverständlich unter Wahrung des Datenschutzes – erprobt. Damit soll auch langfristig die Qualität der Erstversorgung von Herzinfarktpatienten an der Schnittstelle zwischen Rettungsdienst und Kliniken gewährleistet und wo erforderlich verbessert werden. Zum Ende des Projekts wird untersucht, wie erfolgreich die durchgeführten Interventionen waren und welche ggf. auf andere Regionen und andere Notfallerkrankungen übertragbar sein könnten.