Inhaltsverzeichnis > Patienteninformation
Previous Page


Patienteninformation

Das Berlin-Brandenburger Herzinfarktregister e.V. hat für alle Herzinfarktpatienten einen Flyer entworfen. Er wird in allen Krankenhäusern verteilt, die am Register beteiligt sind. In dem Flyer finden die Patienten Informationen über das Berlin-Brandenburger Herzinfarktregister, über die Gefahren eines erneuten Infarkts sowie einen Herzinfarktpass:

 

Das Berlin-Brandenburger Herzinfarktregister
Schnelligkeit kann Leben retten. Je eher Sie nach einem Herzinfarkt ärztlich behandelt werden um so grösser die Heilungschancen, um so geringer die bleibenden Schäden. Trotzdem kommen noch immer rund 40 Prozent aller Herzinfarktpatienten erst nach mehr als drei Stunden in die Klinik. Statt einen Notarztwagen zu rufen, lässt sich jeder fünfte mit dem Privatwagen ins Krankenhaus fahren. Wertvolle Zeit, die bereits zur Behandlung genutzt werden könnte. Das sind nur zwei Ergebnisse einer Untersuchung des Berliner Herzinfarktregisters.

Informationen über die Behandlung von Patienten mit einem Herzinfarkt sammeln, sie auswerten und die gewonnenen Erkenntnisse den Krankenhäusern und der Öffentlichkeit zugänglich machen – dieser Aufgabe hat sich das Berliner Herzinfarktregister e.V. seit 1999 verschrieben. Ziel ist es, die Qualität der stationären Versorgung zu verbessern.

 

Die Fragebögen
Viele Berliner Krankenhäuser sind inzwischen an unserem Projekt beteiligt. In den beteiligten füllen Ärzte einen umfangreichen Fragebogen für jeden Herzinfarktpatienten aus. Darin geht es um die äußeren Daten des Patienten, wie Alter, Beruf, Gewicht, um seine Krankengeschichte sowie die spezifische Form der Behandlung. Selbstverständlich werden die Daten anonymisiert, bevor sie an das Berlin-Brandenburger Herzinfarktregister e.V. weitergereicht werden. Wir werten die Informationen aus und teilen den Krankenhäusern die Ergebnisse mit. Dadurch erhalten die Ärzte die Möglichkeit, ihre Behandlungsmethoden mit denen ihrer Kollegen zu vergleichen. Dies stellt einen nicht unerheblicher Beitrag zur Qualitätssicherung in den Krankenhäusern dar.
Die aktuelle Version der verwendeten Fragebögen finden Sie hier

 

Die Ergebnisse
In den Jahren von 1999 bis 2012 ist die Zahl der Patienten, die in einer der am Herzinfarktregister beteiligten Kliniken an einem Herzinfarkt starben, kontinuierlich gesunken. Gleichzeitig hat sich die Versorgung der Patienten gemäß den medizinischen Leitlinien für die Infarktbehandlung verbessert.

Was heisst das? Bei einem Herzinfarkt ist mindestens ein Herzkranzgefäß verschlossen. In dem von uns untersuchten Zeitraum wurde in verstärktem Maße eine Behandlung durchgeführt, bei der dieses Gefäß wieder geöffnet wurde. Und es wurden begleitend vermehrt Medikamente eingesetzt, die gerinnungshemmend wirken, das Herz entlasten sowie den Herzrhythmus stabilisieren. Behandlungsmethoden haben sich verändert und es ist davon auszugehen, dass sich diese Veränderungen in einigen Fällen lebenserhaltend auswirkten.

Das Berliner Herzinfarktregister dokumentiert diese Entwicklung und bestärkt damit natürlich die Kliniken entsprechende Behandlungswege zu beschreiten.

 

Warnzeichen eines Herzinfarktes
 

Jede Minute zählt ! - Sofort den Rettungswagen rufen: Tel.-Nr. 112

    Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V.                                                                                        

-         Starkes Engegefühl, heftiger Druck im Brustkorb, Angst

-         Schwere länger als 5 Minuten anhaltende Schmerzen im Brustkorb, die in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer, Oberbauch ausstrahlen können

-     Zusätzlich zum Brustschmerz: Luftnot, Übelkeit, Erbrechen

-          Bei Frauen sind Luftnot, Übelkeit und Er­brechen nicht selten alleinige Alarmzeichen

-          Schwächeanfall (auch ohne Schmerz) evtl. Bewusstlosigkeit

-          Blasse, fahle Gesichtsfarbe, kalter Schweiß

 

Der Verein

Das Berlin-Brandenburger Herzinfarktregister e.V. ist eine gemeinsame Initiative der Berliner Krankenhäuser, der Berliner Ärzteschaft und der Technischen Universität Berlin. Bis zu 27 Kliniken haben sich bisher am Berlin-Brandenburger Herzinfarktregister beteiligt. Sie halten das Projekt für so wichtig, dass sie ihre Ärzte verpflichten, die umfangreichen Fragebögen zusätzlich zu ihrer normalen Arbeit auszufüllen. Die Daten werden an der Technischen Universität Berlin ausgewertet und die Ergebnisse in erster Linie den Krankenhäusern mitgeteilt. Darüber hinaus sind sie Thema von Vorträgen auf wissenschaftlichen Kongressen.

 

Sie können unsere Arbeit mit eine Spende unterstützen. Die Spenden sind steuerlich absetzbar und Sie erhalten eine Spendenquittung.

Für weitere Informationen:

Homepage: www.herzinfarktregister.de
Koordination: Dr. med. Birga Maier, MPH
Berlin-Brandenburger Herzinfarktregister e.V.
am Fachgebiet Management im Gesundheitswesen
Technische Universität Berlin
Einsteinufer 17 - EN15
10587 Berlin
Tel: 030 314 76672
Fax: 030 314 76663
e-mail: herzinfarktregister@tu-berlin.de