Berliner Herzinfarktregister e. V.
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Protokoll der 8. Vorstandssitzung des Berliner Herzinfarktregister e.V.

vom 27.8.2002 um 18:00Uhr

 

Tagesordnung:

1.      Diskussion zur Zukunft des Registers
2.      Symposium des Herzinfarktregisters am 6.11.2002
3.      ESC Kongreß in Berlin
4.      Krankenhausstrukturvergleich
5.      Termin für Mitgliederversammlung und Neuwahl des Vorstands
6.      Sonstiges

Anwesend waren:

Prof. Thimme (Vorsitzender), Herr Kallischnigg (geschäftsführendes Vorstandsmitglied), Prof. Schüren (stellvertretender Vorsitzender), Prof. Kleber (Vorstandsmitglied), Frau Maier (Wissenschaftliche Mitarbeiterin). Mit den Anwesenden war der Vorstand beschlussfähig. 

Zu TOP 1: Diskussion zur Zukunft des Registers

Ø      Ergebnisse der Umfrage zur Zukunft des Register

Die Umfrage mit dem Fax-Fragebogen zur Zukunft des Registers unter den 25 beteiligten Kliniken ergab folgende Antworten: 

Interessiert an der Weiterführung des Registers im Jahr 2002/2003

2002

2003

Ja

12

11

Nein

7

4

noch unentschieden

2

6

bis zum Stichtag keine Rückmeldung

4

4

 Ø      Erste Auswertung im zeitlichen Verlauf

Neben den Ergebnissen der Umfrage wurde auch eine erste Auswertung im zeitlichen Verlauf für den Erhebungszeitraum 1999–2001 präsentiert. Diese Auswertung wurde für den Jahresgesundheitsbericht der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz erarbeitet. Der Vorstand befürwortete einstimmig die Veröffentlichung im Jahresgesundheitsbericht und regte auch eine Publikation der Ergebnisse im European Heart Journal an.

Die Hauptaussagen des Beitrags für die Senatsverwaltung, der den Abteilungsleitern aller am Register teilnehmenden Krankenhäuser zugehen wird, lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

1.      Die stationäre Versorgung der Herzinfarktpatienten gemessen an der Zahl der rekanalisiert behandelten Patienten und der Zahl der Patienten, die eine medikamentöse Standardbegleittherapie erhalten haben, hat sich während des Erhebungszeitraums von 1999-2001 verbessert.

2.      Der Krankenhausaufenthalt und die Krankenhausletalität der Herzinfarktpatienten haben sich im untersuchten Zeitraum verringert.

3.      Die Charakteristika der Patienten, ihre Risikofaktoren und Begleiterkrankungen, sowie ihre prästationäre Akutversorgung zeigen keine wesentlichen Veränderungen.

Da sich das BHIR die Verbesserung der stationären Versorgung der Berliner Herzinfarktpatienten zum Ziel gesetzt hat, sind die Ergebnisse als ein Erfolg anzusehen und demonstrieren, dass über ein Register die Ergebnisse der klinischen Praxis im zeitlichen Verlauf beschrieben werden können.

 Einstimmig entschied der Vorstand aufgrund der Ergebnisse der Umfrage und der Auswertung im zeitlichen Verlauf (1999-2001), das Register 2002 und 2003 weiterzuführen.

 Es wurde auch entschieden, alle beteiligten Kliniken, die sich bezüglich ihrer Teilnahme am Register 2002/2003 unentschieden oder ablehnend geäußert haben, anzuschreiben, um sie zu einer weiteren Teilnahme anzuregen.

 Ø      Mögliche Finanzierung des Registers

Für eine mögliche weitere Finanzierung des Registers wurde entschieden, 3 Vorschläge weiter zu verfolgen:

1.      Register als Basis für eine multizentrische Studie, z.B. zum Thema „facilitated PCI“ (Vorschlag wird von Prof. Kleber verfolgt)

2.      Register bewirbt sich um Forschungsmittel beim BMG im Rahmen des Modellprogramms zur Förderung der Medizinischen Qualitätssicherung „Benchmarking in der Patientenversorgung“ (Vorschlag wird von Herrn Kallischnigg verfolgt)

3.      Register weitet seine Aktivitäten auch auf die prä- und poststationäre Situation von Patienten mit einem akuten Herzinfarkt aus – analog dem in Brandenburg diskutierten Modell einer vom Land und den Krankenkassen getragenen Qualitätssicherung (Vorschlag wird von Prof. Thimme / Maier verfolgt)

 Ø      Umgang mit 1-Jahres Follow-up

Bisher fehlen in den Krankenhäusern die personellen Kapazitäten für das 1 Jahres-Follow-up. Diskutiert wurde eine mögliche Einbeziehung der Niedergelassenen und der Reha-Kliniken ins Follow-up unter der Voraussetzung einer entsprechenden Finanzierung.

TOP 2: Symposium des Herzinfarktregisters am 6.11.2002

Das Berliner Herzinfarktregister wird am 6.11.02 von 14:30-20:00 Uhr ein Symposium veranstalten mit dem Thema: Therapie des akuten Herzinfarkts im Spiegel des Berliner Herzinfarktregisters. Das Symposium wird stattfinden in der Aula des Westend Krankenhauses. Das vorläufige Programm ist diesem Protokoll beigefügt bzw. auf der Homepage des Herzinfarktregister (www.herzinfarktregister.de) einsehbar.

TOP 3: ESC Kongreß in Berlin

Das Berliner Herzinfarktregister war mit 3 Beiträgen auf dem Kongreß der European Society of Cardiology (ESC) vom 31.8.-4.9.02 vertreten. Sowohl die Abstracts der Beiträge als auch die gezeigten Folien sind über die Homepage des Registers (www.herzinfarktregister.de) abrufbar.

TOP 4: Krankenhausstrukturvergleich

Die Umfrage mit dem Fax-Fragebogen zur Akzeptanz eines Krankenhausstrukturvergleichs unter den beteiligten Kliniken ergab folgende Antworten:

Einverstanden mit einem Krankenhausstrukturvergleich

ja

16

nein

2

noch unentschieden

1

bis zum Stichtag keine Rückmeldung

6

 Aufgrund der Ergebnisse der Umfrage wurde vom Vorstand einstimmig beschlossen, das Thema Krankenhausstrukturvergleich weiter zu verfolgen.

TOP 5: Termin für Mitgliederversammlung und Neuwahl des Vorstands

Der Termin für die nächste Mitgliederversammlung mit Neuwahl des Vorstands des Berliner Herzinfarktregister e.V. ist während des Symposiums des Herzinfarktregister am 6.11.02.

Zur Vorbereitung der Mitgliederversammlung wird von Frau Maier eine Telefonkonferenz organisiert.

TOP 6: Sonstiges

Herr Kallischnigg hat ein Honorar von 1000.- EURO für den Vortrag „Geschlechtsspezifische Aspekte des Herzinfarkts in Berlin“ beim Symposium zu „Hormone und Herzerkrankungen bei Frauen“ am 24.8.02 dem BHIR überlassen (Folien über www.herzinfarktregister.de abrufbar). Die Betriebsmittelrücklage wurde aufgelöst, da das Geld für den laufenden Betrieb des Registers benötigt wird.

 

 

gezeichnet für Professor Dr. W. Thimme

-Vorstandsvorsitzender-


Zuletzt geändert: 27.04.05  von: Denis Polossin